Entstehung des Heimathofes


 

Im Jahre 1983 gründeten Heimatfreunde den Heimat- und Verkehrsverein Sögel, der seit 1985 den Namen Heimatverein Sögel e.V. trägt. Schon bei der Gründung wurde der Wunsch geäußert, ein eigenes Heimathaus zu besitzen. Doch es sollte noch 6 Jahre dauern, bis auf der sogenannten Fehnwiese der erste Spatenstich erfolgte.

Glück hatte der Heimatverein, als ein geeignetes Fachwerkhaus der Familie Niemann in Wettrup bei Fürstenau, das zum Abbruch anstand, zum Verkauf angeboten wurde. Fachwerk und Gebälk dieses Hauses stammen aus dem Jahre 1807, sind also nahezu 200 Jahre alt. Diese Holzkonstruktion, eine Meisterleistung der Zimmerleute, fand unver-ändert Verwendung beim Wiederaufbau. Die Gemeinde und Mitglieder des Heimatvereins arbeiteten mit vereinten Kräften an der Wieder-errichtung.


 

Das Heimathaus ist der Mittelpunkt des Heimathofes.


 

Im Erdgeschoss des Heimathauses entstand eine große Diele, sozusagen als „gute Stube“ für Versammlungen sowie für Feste und Feiern aller Art, die bei Betischung Platz für 150 Personen bietet. Ein Büro, eine Küche und die sanitären Anlagen befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss.

Im Dachgeschoss „Up‘n Balken“ wurde ein großer Raum eingerichtet, der als „Museumsraum“ der Präsentation von Relikten aller Art aus früherer Zeit sowie von Haus- und Hofgeräten dient.

Ebenfalls ist dort das sog. „Wahner Zimmer“ eingerichtet. Es erinnert mit seinen zahlreichen Exponaten an die zwangsumgesiedelte Hümm-linggemeinde Wahn.


 

Die Fehnwiese lädt zu Spaziergängen ein.


 

Bereits während der Errichtung des Heimathauses wurde begonnen, die Fehnwiese zu einem Park zu gestalten. Das gesamte Areal weist eine Fläche eineinhalb Hektar auf, wobei auch eine Wasserfläche von 3800 m2 entstand. Es handelt sich um Teiche, die als Regenrückhaltebecken eine wichtige Funktion erfüllen.

Am 4. September 1993 konnte das Heimathaus eingeweiht und zusammen mit dem fertiggestellten Park der „Fehnwiese“ seiner Bestimmung übergeben werden.


 

Das über 400 Jahre alte Heuerhaus stammt aus dem Hümmlingdorf Eisten.


 

Besonders stolz ist der Heimatverein auf ein wiedererrichtetes Heuerhaus. Es konnte nach zweijähriger Bauzeit im Jahre 1999 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das historische Gebäude stammt aus dem Jahre 1580 und wird von Fachleuten als eines der letzten Ankerbalkenhäuser Deutschlands bezeichnet. Es stammt aus der Hümmlinggemeinde Eisten und musste dort im Zuge der Erweiterung der Ortsdurchfahrt weichen.

Der Heimatbund des Osnabrücker Landes konnte das historische Gebäude kaufen und sichern. Zum geplanten Wiederaufbau im Heimatdorf Wallenhorst kam es jedoch nicht. Sögeler Heimatfreunden gelang es das eingelagerteBaudenkmal in den Hümmling zurückzu-führen.

Es beherbergt heute eine einzigartige Bild- und Schriftendokumentation über die Eistener Dorfgeschichte.

 

Kleinere Versammlungen oder Feiern(bis 40 Personen) sind dort ebenfalls möglich. Gelegentlich finden dort auch standesamtliche Trauungen statt.


 

Neben einer Remise, die der Aufnahme alter landwirt-schaftlicher Geräte und Maschinen dient, entstand im Laufe der Jahre auch das Back-haus.


 


 

Das Backhaus

Erbaut aus zum Teil über 200 Jahre alten Balken und Ziegelsteinen, konnte im Innern ein Steinbackofen installiert werden. Er stammt aus dem Abriss eines niederdeutschen Hallenhauses aus dem Raum Rastdorf und ist voll funktionsfähig, so dass dort Brot gebacken werden kann.


Auch ein „Spieker“ wurde errichtet. Er stammt aus dem Jahre 1820. Die Giebelinschrift „Jan Herm Bunning und Anna Walburgis, geborene Iben“gibt Auskunft über die Erbauer. Ein Gönner des Heimatvereins kaufte das Ständerwerk und schenkte des dem Verein, der dann den Spieker wiedererrichtete.


 

Der "Spieker"